Staatliche Denkmalpfleger kritisieren die geplante Kürzung der Städtebauförderung07/02/2010: Die Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland warnt vor der drastischen Reduzierung des Programms und bittet Bundesbauminister Ramsauer um eine kritische Überprüfung und Revision der geplanten Reduzierung der Städtebaufördermittel um die Hälfte des bisherigen Volumens. Prof. Dr. Gerd Weiß, Vorsitzender der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik sagte: „Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und der zu lösenden Aufgaben im Bereich der Leerstände in Klein- und Mittelstädten in strukturschwachen Räumen Deutschlands sind die Mittel der Städtebauförderung dringend erforderlich. Wir weisen darauf hin, dass von diesem Problem Gebiete in den alten Bundesländern wie etwa im östlichen Bayern oder nördlichen Hessen ebenso betroffen sind wie die östlichen Bundesländer. Es ist aus unserer Sicht deshalb nicht nachvollziehbar, weshalb ein in den westlichen Bundesländern gerade erst angelaufenes Programm wie das des „Städtebaulichen Denkmalschutzes“, mit dem diese Probleme flexibel auch in der Fläche angegangen werden können, nach einer Laufzeit von erst zwei Jahren so drastisch gekürzt werden soll. Die lebendige Erhaltung unserer Identität stiftenden Städte und Gemeinden ist nur im Rahmen einer integrierten Entwicklung von Städtebau und Denkmalpflege möglich. Hierzu leisten die Programme der Städtebauförderung einen wesentlichen Beitrag. Jeder Einschnitt in diesem Bereich wird zu erheblichen Verlusten für die heimische Wirtschaft und an unverwechselbaren Stadtbildern führen.“ |
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