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Kunstschmied Andreas Althammer präsentiert außergewöhnliche Projekte aus Leipzig, Dresden und Oslo



07/06/2010: Seine Referenzen klingen spektakulär - sie reichen von Aufträgen an den wertvollsten Leipziger Gebäuden und mitteldeutschen Schlössern bis zu Arbeiten in den USA und am Osloer Dom. Genau das ist auch der Grund, warum Kunstschmied und Metallgestaltermeister Andreas Althammer nach jahrelanger Präsenz am Gemeinschaftsstand Leipziger Kunsthandwerker in diesem Herbst mit einem eigenen Stand auf der denkmal Flagge zeigt. Althammer: "Es gibt einige Projekte, die es wert sind, hier exklusiv einem breiten Fachpublikum präsentiert zu werden."

Darunter sind unter anderem zwei riesige Kandelaber für das Löwenportal des Dresdner Schlosses, die Althammer im Juni übergeben hat. Die drei Meter hohen und 2,5 Meter breiten Wandlampen mit je drei Lampenkörpern komplettieren nun den Haupteingang des im Krieg zerstörten Schlosses. Wie Althammer berichtet, war die Rekonstruktion extrem aufwendig: "Alles war verlorengegangen, es gab keine originalen Teile mehr. Aus historischen Fotos haben wir Detail für Detail wie ein Puzzle zusammengefügt, danach Zeichnungen angefertigt, Bleimodelle und dann die Einzelteile erstellt. Dabei wurde jeder Schritt mit der Denkmalbehörde und weiteren Partnern abgestimmt. Der Aufwand hat sich aber gelohnt: Das Ergebnis hat alle begeistert."

Ebenfalls extrem aufwendig war die Neuanfertigung des Adlertors in Markkleeberg. Das fünf Meter hohe zweiflügelige Tor, entstanden um das Jahr 1890, ist die größte Portalanlage im Leipziger Raum und Eingang zum Kees’schen Park. Die Zaunanlage als Ganzes beschäftigt Althammer schon seit der Gründung seines Unternehmens im Jahr 1977. Immer wieder hat er Details wiederhergestellt, so dass schließlich Stück für Stück die ganze Anlage gerettet werden konnte. Auch hier hat Althammer gemeinsam mit seinen sechs Mitarbeitern die Einzelteile des prächtigen kunstgeschmiedeten Tores mühsam nach alten Fotos rekonstruiert - gar nicht so leicht, da auf den Fotos vor dem Tor stets Brautpaare standen. Nun will Althammer ein komplettes Foto des neuen Adlertors an seinem denkmal-Stand präsentieren - fast in Echt-Größe und ganz ohne Brautpaar.

Prächtige Bilder soll es am Stand auch von seinen Arbeiten am Dom von Oslo geben, die 2009 abgeschlossen wurden. Zweieinhalb Jahre lang hat er - gemeinsam mit sächsischen Unternehmern anderer Gewerke - an dem Backsteinbau aus dem Jahr 1696 gearbeitet, ca. 50 Metallfenster, alte Gitter, blechbeschlagene Türen und mehrere Turmbekrönungen wiederhergestellt. Darunter war auch die zehn Meter hohe Hauptturmbekrönung mit Kugel und Wetterfahne.

Andreas Althammer, der als anerkannter Kunsthandwerker für die Restaurierung zu 70 Prozent im Denkmalbereich arbeitet und vierfacher Denkmalpreisträger ist, will auf der Messe zeigen, was das originale Kunstschmiede- und Kunstschlosser-Handwerk ausmacht. "Vor allem bei privaten Denkmal-Besitzern will ich ein Gefühl dafür wecken, was meine Arbeiten von denen eines einfachen Schlossers unterscheidet, was vom Stil her zu denkmalgeschützten Häusern verschiedener Epochen passt und was bei der Restaurierung angemessen - und nicht übertrieben - ist."





weiterführende Links zu diesem Thema:
> www.andreas-althammer.de


(Quelle: Kunstschmiede Althammer, Leipziger Messe)



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