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    Nachricht vom 09.11.14 | denkmal

    Abschlussbericht: denkmal festigt ihre Stellung als europäische Leitmesse

    13.100 Besucher strömten vom 06. bis 08. November 2014 auf das Leipziger Messegelände, um sich auf der denkmal und der Museumsfachmesse MUTEC über die neuesten Trends zu informieren. Trotz des Bahnstreiks, der die Anreise über die gesamte Messelaufzeit massiv erschwerte, blieb die Besucherzahl nahezu konstant (2012: 13.600). „Die große Bedeutung der denkmal zeigt sich daran, dass die Besucher zum Teil enorme Schwierigkeiten auf sich nehmen mussten und dennoch in Scharen kamen, um die Messe zu erleben“, erklärt Markus Geisenberger, Geschäftsführer der Leipziger Messe. „Die 11. Auflage der denkmal war ein voller Erfolg. Sie hat ihren Charakter als europäische Leitmesse erneut deutlich unterstrichen.“

    434 Aussteller aus 17 Ländern zeigten auf der denkmal 2014, wie vielfältig Denkmalpflege und Restaurierung europaweit realisiert werden. Im Vergleich zur letzten Auflage der Messe nahm vor allem die Qualität der Präsentationen noch einmal deutlich zu. Das gilt auch für das Fachprogramm, das mit 140 Veranstaltungen eine große thematische Bandbreite und Tiefe abdeckte. Trotz widriger Umstände blieb die Zahl der Besucher, die aus über 300 Kilometern Entfernung anreisten, mit rund einem Drittel nahezu konstant. Vor diesem Hintergrund zeigt sich, dass die Messe deutschland- und europaweit ein hohes Ansehen genießt.

    Auf Seiten der Aussteller herrschte Begeisterung: die Zahl der beteiligten Unternehmen, die mit dem Erreichen ihrer Ziele höchst zufrieden waren, stieg um zehn Prozent. „Die denkmal 2014 hat unter Beweis gestellt, dass sie ein Ort ist, an dem sich die gesamte Kompetenz der Denkmalpflege sammelt“, erklärt Dr. Markus Harzenetter, Vorsitzender der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland. „Nirgendwo sonst ist diese Komplexität anzutreffen, weshalb die denkmal eine hervorragende Netzwerk-Plattform darstellt.“

    Die internationale Atmosphäre der denkmal war auch dieses Jahr allgegenwärtig: jedes fünfte Unternehmen kam aus dem Ausland, so dass an allen Messetagen ein länderübergreifender Erfahrungsaustausch stattfand. Die größte Präsenz zeigten neben Deutschland die Russische Föderation, Polen und das Partnerland Norwegen. Diese Internationalität sowie die stärkere Verzahnung von Ausstellung und Fachprogramm direkt in der Messehalle wurden von den Ausstellern besonders gelobt. 95 Prozent von ihnen gaben an, ihre Messeziele erreicht zu haben und 92 Prozent wollen sich auch 2016 wieder als Aussteller an der europäischen Leitmesse beteiligen.

    Der ausgeprägte fachliche Charakter der denkmal wurde einmal mehr deutlich: Laut einer repräsentativen Befragung eines unabhängigen Marktforschungsinstituts zählten insbesondere das Handwerk/Bauhandwerk, Architekten und Planer sowie Restauratoren und Restauratoren im Handwerk zu den Messebesuchern. Der Anteil an Fachbesuchern lag insgesamt bei 92 Prozent.

    Partnerland Norwegen demonstriert denkmalpflegerische Vielfalt

    Einen Höhepunkt der diesjährigen denkmal bildete die erstmalige Teilnahme Norwegens, das gleichzeitig als offizielles Partnerland die europäische Leitmesse bereicherte. Riksantikvaren, das Norwegische Zentralamt für Denkmalschutz, und die Regierungsinstitution Innovation Norway präsentierten auf einem Gemeinschaftsstand die ganze Bandbreite der norwegischen Baukultur und Denkmalpflege. Der erste Messetag als offizieller „Tag Norwegen“ im Fachprogramm zeigte mit zahlreichen Vorträgen interessante Hintergründe zur Geschichte der norwegischen Architektur und den Aktivitäten des Königreichs in den Bereichen Denkmalschutz und Restaurierung auf.

    Auf besonderes Interesse stießen die denkmalpflegerischen Verdienste des Norwegischen Handwerksinstituts. Die Institution führt seit den 1980er Jahren ein umfangreiches Trainingsprogramm durch, um seltene Handwerke, die vom Aussterben bedroht sind, an nachfolgende Generationen weiterzugeben. Für seine grenzüberschreitende Pionierarbeit in der Bewahrung des immateriellen Kulturerbes Handwerk wurde Norwegen mit einer der begehrten denkmal-Goldmedaillen ausgezeichnet.

    Große Besucherresonanz bei der Partnerregion Berlin-Brandenburg

    Die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg zeigte sich als offizielle Partnerregion der denkmal 2014 erstmals im Schulterschluss auf der europäischen Leitmesse. 12 Unternehmen und Institutionen aus Bildung und Handwerk gaben Besuchern auf einem großen Gemeinschaftsstand einen Einblick in die vielfältigen denkmalpflegerischen Aktivitäten der Region. „Unsere Erwartungen wurden mehr als übertroffen und wir sind begeistert über die interessanten Gespräche, die wir geführt haben“, sagt Claudia Schmidt von der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg. „Es freut uns besonders, dass nicht nur Handwerker, sondern auch viele Studenten den Weg nach Leipzig fanden und sich über unsere Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten informierten.“

    100. Preisträger auf der zehnten Verleihung der begehrten Goldmedaille

    Am letzten Messetag der denkmal wurden zum zehnten Mal die denkmal-Goldmedaillen für herausragende Leistungen in der Denkmalpflege in Europa vergeben, sodass bei zehn Preisträgern pro Messe in diesem Jahr die Goldmedaillen 91 bis 100 auf ihre Besitzer warteten. Eine Jury aus internationalen Experten der Denkmalpflege traf die Auswahl der diesjährigen zehn Preisträger und entschied sich bei der 100. Goldmedaille für die Partnerregion Berlin-Brandenburg. Sie erhielt diese Ehrung für die Darstellung des erfolgreichen Zusammenwirkens von Wissenschaft und Handwerk für die denkmalpflegerische Praxis.

    „Die Goldmedaille hat sich seit ihrer Einführung 1996 zu einem anerkannten Gütesiegel für Denkmalpflege in Europa entwickelt“, erklärt Kersten Bunke-Njengué, Projektdirektorin der denkmal. „Die diesjährigen Preisträger zeigen einmal mehr, wie breit das Spektrum an Leistungen ist, die aus dem Denkmalschutz nicht wegzudenken sind.“

    Liste der Ausgezeichneten 2014:

    Falkenløwe A/S, Sønderborg (Dänemark)
    für die Herstellung und Lieferung vielfältiger Ziegelprodukte

    Gemeinschaftsstand Partnerland Norwegen
    - organisiert durch Riksantikvaren Directorate for Cultural Heritage -
    für die grenzüberschreitende Pionierarbeit in der Bewahrung des immateriellen Kulturerbes Handwerk

    Departement für das Kulturerbe der Stadt Moskau (Russland)
    für die beispielhafte Erhaltung und überzeugende Präsentation des Erbes der Avantgarde

    Josef Müller Bedachungen GmbH & Co. KG, Nieheim (Nordrhein-Westfalen)
    für die aktive Fortführung traditioneller Dachdeckungstechniken, insbesondere der Sollingsandstein-Eindeckung

    Landesinnungsverband des Steinmetz- und Bildhauerhandwerks Sachsen, Demitz-Thumitz
    für die Nachwuchssicherung und Qualifizierung im Steinmetzhandwerk

    GOLEM GmbH Kunst- und Baukeramik, Jacobsdorf (Brandenburg)
    für die Vielfalt des Angebotes handwerklich gefertigter baukeramischer Werkstoffe

    Tummescheit Beschläge GmbH, Köthel (Schleswig-Holstein)
    für die Aufbereitung und authentische Reproduktion historischer Beschläge

    Schlossdielen Bruno Schönlein GmbH & Co. KG, Niebüll (Schleswig-Holstein)
    für die Erhaltung und Weiterführung historischer Holzfußböden

    Josef Müller Posamenten GmbH, München (Bayern)
    für die Herstellung und Erhaltung textiler Raumausstattungselemente

    Gemeinschaftsstand der Partnerregion Berlin-Brandenburg
    - organisiert durch die Handwerkskammer Frankfurt (Oder) -
    für die Darstellung des erfolgreichen Zusammenwirkens von Wissenschaft und Handwerk für die denkmalpflegerische Praxis

    Höhepunkte im Messeverlauf

    Neben der Verleihung der Goldmedaille fanden weitere wichtige Auszeichnungen statt. Dazu gehörte etwa die Verleihung des Bernhard-Remmers-Preises 2014 für herausragende Leistungen in der handwerklichen Baudenkmalpflege, die Ehrung der denkmal-Goldmedaillengewinner seit der Erstverleihung 1996 und die Auszeichnung der Preisträger von der 8. Messeakademie. Darüber hinaus fanden im Rahmen der Messe die Verleihung des 11. Denkmalpflegepreises der Handwerkskammer zu Leipzig sowie die Siegerehrung des Gestaltungswettbewerbs „Die Gute Form“ des Fachverbands Tischler Sachsen statt.

    Zum dritten Mal in Folge ging die denkmal den Verbund mit der MUTEC, Internationale Fachmesse für Museums- und Ausstellungstechnik, ein. Dank zahlreicher Synergien bot der Messeverbund einen idealen Mehrwert für Besucher und Aussteller.

    Die nächste denkmal findet vom 10. bis 12. November 2016 statt.

    Stimmen zur denkmal (Auswahl)

    Bernd Jäger, Präsident des Restaurator im Handwerk e.V. (Herrstein)

    „Die Qualität der Stände und Fachveranstaltungen hat trotz des bereits sehr hohen Niveaus 2012 noch einmal zugenommen. An unserem Stand herrschte ein großes Interesse seitens der Besucher und auch unser Vortragsblock im Forum stieß auf äußerst regen Zuspruch.“

    Dr. Markus Harzenetter, Vorsitzender der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland (Münster)

    „Die denkmal 2014 hat unter Beweis gestellt, dass sie ein Ort ist, an dem sich die gesamte Kompetenz der Denkmalpflege sammelt. Alle Akteure präsentieren ihr Fachwissen und suchen den Austausch mit anderen Beteiligten. Nirgendwo sonst ist diese Komplexität anzutreffen, weshalb die denkmal auch eine hervorragende Plattform zum Netzwerken ist.“

    Dr. Terje Nypan, Senior Counselor International Affairs, Riksantikvaren (Oslo, Norwegen) und Ola Kristen Rusaanes, Special Adviser, Innovation Norway (Grålum, Norwegen) für das Partnerland Norwegen der denkmal 2014

    „Wir freuen uns, dass die Einführung unserer Innovationen auf dem deutschen Markt in Leipzig auf ein interessiertes Publikum traf. Und natürlich sind wir sehr stolz darauf, dass gleich unser erster Auftritt in Leipzig mit einer Goldmedaille der denkmal für die grenzüberschreitende Pionierarbeit in der Bewahrung des immateriellen Kulturerbes Handwerk ausgezeichnet wurde.“

    Claudia Schmidt, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg, für den Gemeinschaftstand der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg

    „Ob Fachpublikum oder private Bauherren, die Besucher kamen mit gezielten Fragen zu uns, aus denen sich spannende Gespräche entwickelten. Es freut uns besonders, dass nicht nur Handwerker sondern auch viele Studenten den Weg nach Leipzig gefunden haben und sich bei uns über Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten und Projekte in unserer Region informierten. Unsere Erwartungen wurden mehr als übertroffen.“

    Angelika Albrecht, Geschäftsführerin ALBRECHT Gesellschaft für Fachausstellungen und Kongresse mbH (München), Veranstalterin der MUTEC

    „Die MUTEC ist eine zukunftsweisende Messe – entsprechend gut wurde die Messe vom Fachpublikum genutzt. Unsere Aussteller lobten die Qualität der Besucherkontakte. Angesichts der hochwertigen und fachkundigen Besucherschaft wurden unsere Erwartungen auch in diesem Jahr erfüllt.“

    Olga Sinitsyna, Geschäftsführerin Russian Association of Restorers (Sankt-Petersburg)

    „2014 ist in Russland Jahr der Kultur – ein Grund mehr, dass wir uns sehr freuen, mit einer Delegation von insgesamt 130 Teilnehmern unsere Projekte in Leipzig präsentieren zu können. Die Ausstellung stieß bei den Besuchern auf großes Interesse und wir konnten zahlreiche neue Kontakte knüpfen. Gerne kommen wir wieder.“

    Anita Eichhorn, Referatsleiterin für Denkmalpflege und Denkmalschutz am Sächsischen Staatsministerium des Innern (Dresden)

    „Unter die denkmal 2014 ziehen wir eine äußerst positive Bilanz. Die hohe Gesamtbesucherzahl machte sich auch auf unserem Stand bemerkbar, an dem es kontinuierlich sehr lebhaft zuging. Wir freuen uns besonders darüber, dass die ‚Montane Kulturlandschaft Erzgebirge/Krušnohoří‘ auf großes Interesse der Besucher stieß und auch der dazugehörige Workshop in einem vollen Saal stattfand.“

    Stephan Jörchel, Geschäftsführer Dachverband Lehm e. V. (Weimar)

    „Der Dachverband Lehm stellte zur Fachmesse Lehmbau den historischen Baustoff in all seinen Facetten und Verwendungsmöglichkeiten vor. Im Mittelpunkt des Auftritts stand der Austausch mit den Fachkollegen. Zu den in Leipzig diskutierten Innovationen und Neuentwicklungen gehörte auch die im letzten Jahr eingeführte neue Norm DIN Lehmbau. Bereits zum zehnten Mal haben wir ein interessiertes Fachpublikum angetroffen, sodass wir gerne wiederkommen.“

    Peter Neri, Leiter des Bereichs Baudenkmalpflege bei CAPAROL Farben Lacke Bautenschutz GmbH (Ober-Ramstadt)

    „Für uns als Vertreter der Industrie ist die denkmal eine wichtige Plattform, um mit Kunden und Auftraggebern ins Gespräch zu kommen und Kontakte zu pflegen. Wir waren positiv überrascht, dass der Bahnstreik kaum Auswirkungen auf die Besucherzahl hatte. An unserem Stand haben wir hervorragende Fachgespräche geführt und waren über den hohen Fachbesucheranteil sehr erfreut.“

    Im Internet
    http://www.denkmal-leipzig.de
    http://www.leipziger-messe.de


    Ansprechpartner für die Presse

    PR / Pressesprecher
    Herr Felix Wisotzki
    Telefon: +49 (0)3 41 / 678 65 34
    Fax: +49 (0)3 41 / 678 16 65 34
    E-Mail: f.wisotzki@leipziger-messe.de


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