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    Nach der Stunde Null – aus Nachkriegserfahrungen für Syrien lernen?

    Denkmalpflege, Archäologie und Städtebau als internationale Aufgabe

    09.11.16 | 10:00 – 17:00 Uhr

    Veranstaltungsort
    CCL - Saal 2
    Zielgruppe
    Architekt / Planer / Ingenieur, junge Fachbesucher / Azubis und Studenten, Ämter / Behörden / Öffentliche Einrichtungen, Aus- und Weiterbildung / Forschung / Entwicklung, Restauratoren, Archäologe, Denkmalpfleger
    Anmeldung:
    nicht erforderlich
    Kurzinhalt:

    Leipziger Messe – denkmal 2016: Archäologie-Veranstaltung (9./10.11.2016)

    Veranstaltung des deutschen Nationalkomitees von ICOMOS und des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) und dem Europae Archaeologiae Consilium - Rat der Archäologie Europas (EAC)

    Nach der Stunde Null – aus Nachkriegserfahrungen in Europa lernen für Syrien? Denkmalpflege, Archäologie und Städtebau als internationale Aufgabe

    Anliegen und Ziele – erste Stichpunkte

    Die syrische Tragödie wird irgendwann zu Ende gehen. Wie auch immer die politischen Verhältnisse sich dann gestalten werden, zurückbleiben wird eine in Trümmern liegende Kulturlandschaft, die ein Erbe der gesamten Menschheit ist. Syrien war und ist die Wiege vieler Kulturen vom Anbeginn der Zivilisation an, eine Drehscheibe zwischen Ost und West sowie Nord und Süd. Wie und nach welchen Maximen dieses hervorragende kulturelle Erbe dokumentiert, gesichert und, sofern das noch möglich ist, bewahrt werden kann, wollen das deutsche Nationalkomitee von ICOMOS und das Deutsche Archäologische Institut (DAI) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) und dem Europae Archaeologiae Consilium - Rat der Archäologie Europas (EAC) in einem internationalen Kolloquium auf der Leipziger Messe denkmal 2016 gemeinsam erörtern.

    Im Dialog mit Fachinstitutionen und Experten aus Syrien wollen die Veranstalter europäische Nachkriegserfahrungen auswerten und befragen, inwieweit sie Referenzmaterial für aktuelle Aufgaben der städtebaulichen und archäologischen Denkmalpflege im Nahen Osten liefern können. Dabei handelt es sich um ein Anliegen, das selbstverständlich in erster Linie von Seiten Syriens zu definieren ist. Auf der anderen Seite hat gerade Mittel- und Osteuropa in der Phase des Wiederaufbaus nach den verheerenden Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs genügend Erfahrungen – positive wie negative – gesammelt, die im Rahmen der grenzüberschreitenden und interdisziplinären Kollegialität von Archäologen, Denkmalpflegern und Städtebauern als Know-how syrischen und anderen Kollegen im Nahen Osten als Grundlagen für den Wiederaufbau des kulturellen Erbes zur Verfügung stehen sollten. Dabei dürfen nicht nur prominente antike Einzelbauten im Fokus stehen, es geht vor allem auch darum, syrische Städte mit ihren antiken Denkmälern und historischen Stadtkernen zu retten und zu erhalten. Daher stellt sich schon heute die Frage, wie soll sich der Wiederaufbau der zerstörten Städte gestalten, wie wird mit dem bereits 2012 zerstörten Basar von Aleppo, einem UNESCO-Welterbe, umgegangen? Neubau oder Rekonstruktion, alter Stadtgrundriss oder Neuplanung, Restaurierung gegen Nachempfindung sind ebenso grundsätzliche Fragen wie der Umgang mit dem archäologischen Erbe beim Wiederaufbau. Anders als in den Jahren nach 1945 in Europa steht heute im Nahen Osten eine leistungsstarke Bauindustrie bereit, der denkmalpflegerische Interessen und Techniken eher fremd sind. Wie umgehen mit dem durch Krieg und Terror zerstörten oder stark beeinträchtigten antiken Stätten? Kann eine detailgetreue dreidimensionale Dokumentation oder digitale Rekonstruktion aus dem Drucker das Original ersetzen oder auch nur eine getreue Nachbildung erleichtern, wie das zuweilen in Fachkreisen debattiert wird? Wie kann internationalen Standards und Konventionen Geltung verschafft werden und was soll die internationale Gemeinschaft tun, um im kriegszerstörten Syrien die planerische, handwerkliche und wissenschaftliche Expertise aufzubauen, die für einen qualifizierten Wiederaufbau des Landes nötig sind? Was erwartet die Öffentlichkeit in Deutschland und Europa, vor allem aber die syrische Gesellschaft in diesem akuten Notstand von Archäologen, Denkmalpflegern und Städteplanern? Welche Formen des Wissens- und Technologietransfers gibt es? Welche internationalen Kooperationsformen haben sich bewährt, welche wären aus syrischer Sicht zu entwickeln?

    In verschiedenen Sektionen werden sich international renommierte Fachleute aus der Stadtplanung und aus der archäologischen und städtebaulichen Denkmalpflege diesen akuten Fragen des Wiederaufbaus kriegszerstörter Kulturerbestätten widmen und mögliche Strategien der Erhaltung und Revitalisierung des archäologischen, architektonischen und städtebaulichen Erbes im kriegsverheerten Nahen Osten diskutieren.

    11:00 – 12:00 Uhr Begrüßung und Einführung
    Greetings Auswärtiges Amt und ICOMOS International

    12:00 – 13:00 Uhr
    Sektion 1:
    Die Stunde Null in Syrien

    15:00 – 17:00 Uhr
    Sektion 2:
    Der Wiederaufbau zerstörter Städte: Europa damals - Syrien heute

    16:30 – 17:00 Uhr
    Diskussion

    19:00 Uhr Eröffnungsveranstaltung der denkmal 2016 in der Innenstadt

    Veranstalter

    ICOMOS Deutsches Nationalkomitee e.V
    Link: www.icomos.de
    Brüderstraße 13
    10178 Berlin

    Deutsches Archäologisches Institut (DAI)
    Link: www.dainst.org
    Podbielskiallee 69-7
    14195 Berlin

    In Kooperation mit der Bundesarchitektenkammer, dem Verband der Landesarchäologen in der Bundesrepublik Deutschland und dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege.

    Ansprechpartner

    Präsident ICOMOS Deutsches Nationalkomitee
    Herr Prof. Dr. Jörg Haspel
    E-Mail: icomos@icomos.de

    Präsident Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege
    Herr Prof. Dr. Stefan Winghart
    E-Mail: Stefan.Winghart@NLD.Niedersachsen.de

    Sprache
    Deutsch
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