13.10.2026 denkmal

16 Nominierte für die Goldmedaille der denkmal stehen fest

Aussteller hatten sich um die Goldmedaille der denkmal 2026 beworben. Die unabhängige Fachjury hat nun 16 Nominierte ausgewählt. Am 6. November werden fünf von ihnen auf der Europäischen Leitmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung in Leipzig ausgezeichnet.

Wie können historische Gebäude ressourcenschonend erhalten und zeitgemäß genutzt werden? Wie gelingt es, traditionelle Materialien, Fertigkeiten und Rezepturen für kommende Generationen zu bewahren? Welche Rolle spielen digitale Technologien bei der Dokumentation, Analyse und Restaurierung? Und wie lässt sich kulturelles Erbe in Krisen- und Kriegszeiten schützen? Es sind grundsätzliche, die gesamte Gesellschaft bewegende Fragen, an denen die Denkmalpflege derzeit arbeitet. Mit den 16 Nominierten für die Goldmedaille der denkmal werden diejenigen gewürdigt, die sich diesen Fragestellungen verschrieben haben – und durch herausragende Leistungen in der europäischen Denkmalpflege imponieren.

Der Projektdirektor der denkmal, Constantin Strobel, berichtet: „58 Aussteller haben sich mit ihren Projekten oder Produkten um die geschätzte Auszeichnung der Europäischen Leitmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung beworben. Die Nominierten machen sichtbar, wie vielfältig und zukunftsorientiert Denkmalpflege heute ist. Sie stehen für die fachliche Kompetenz und das Engagement von Menschen, die historische Bausubstanz bewahren, Wissen weitergeben und neue Lösungen für den Erhalt unseres kulturellen Erbes entwickeln.“

Die fünf Preisträgerinnen und Preisträger der Goldmedaille 2026 werden am…

Freitag, 6. November 2026, um 12 Uhr im denkmal-FORUM (Halle 2)

…bekannt gegeben.

Medienvertreterinnen und Medienvertreter sind eingeladen, die Verleihung zu begleiten und mit nominierten Ausstellern sowie Fachleuten über die aktuellen Herausforderungen und Perspektiven der Denkmalpflege ins Gespräch zu kommen.

Im Einzelnen prämieren die Goldmedaillen

  • herausragende Projekte, mit denen bedeutende, historische Objekte restauriert wurden,
  • innovative Technologien und Materialien der Denkmalpflege,
  • die Implementierung digitaler Technologien,
  • die Sicherung und Weitergabe traditioneller Handwerkskompetenzen,
  • erfolgreiche Ansätze der Nachwuchsgewinnung
  • sowie besonderes bürgerschaftliches Engagement.

Die Nominierten im Einzelnen mitsamt ihrer Bewerbungsstatements:

  • Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD): „Die Bedingungen für Denkmalschutz verschlechtern sich zunehmend. Missstände zu benennen, aufzuklären sowie mehr Transparenz und Engagement für unser kulturelles Erbe zu fordern, ist nötiger denn je!“
  • Freesuns SA für die Integration von PV-Anlagen in denkmalgeschützte Dächer: „Historische Dächer sollen unsere Vergangenheit bewahren und zugleich unsere Zukunft mit Energie versorgen. Die Freesuns Solaris™ Heritage-Ziegel machen beides möglich.“
  • Gemeinschaftsstand des sächsischen Handwerks: „Kulturerbe lebt im Handwerk! Viele Gewerke, ein gemeinsamer Auftrag: Wissen bewahren, weitergeben und gemeinsam Zukunft bauen.“
  • Glashütte Lamberts Waldsassen GmbH: „Jede Glastafel ist Handarbeit und Erbe zugleich. So bleibt Denkmalpflege echt, dort wo Industrieglas nur nachahmen könnte.“
  • Hans Timm Fensterbau GmbH Co. KG für das denkmalgeschützte Gebäude des Bundesgesundheitsministeriums in Berlin: „Was erhalten werden kann, muss nicht neu gebaut werden. Das spart Ressourcen und bewahrt echte Geschichte.“
  • HEMBUS Tapetenmanufaktur: „Traditionelles Kunsthandwerk für moderne Projekte: ein echtes Hembus Unikat für Räume mit höchsten Ansprüchen. Individuell geplant und in Handarbeit in Deutschland gefertigt.“
  • Josef Müller Bedachungen GmbH & Co. KG: „Mit über 300 Jahren Erfahrung ist unser Betrieb der Spezialist für Sollingsandstein-Eindeckungen. Damit tragen wir zur Erhaltung alter Bauwerke bei und bewahren ein Stück Geschichte für die Zukunft.“
  • Kompetenzzentrum Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien der Otto-Friedrich- Universität Bamberg: „Sachgerechter/nachhaltiger Umgang mit der gewaltigen Ressource, die Baudenkmale/Baubestand darstellen, braucht das Wissen aus Jahrhunderten und die Forschung von morgen. InTraBau bringt beides zusammen.“
  • Kremer Pigmente GmbH & Co. KG für die Wiederbelebung und Bewahrung historischer Farb-Pigmente: „Restaurierung beginnt beim Pigment – wir bewahren die Rezepturen der vergangenen Jahrhunderte und das Wissen für die nächsten Generationen.“
  • Lorenz Leuchten, Inh. Mario Lorenz: „Hundert Jahre stehen nicht für ein Projekt, sondern für eine Haltung: Tradition bewahren, Wissen weitergeben, das Fertigen erhalten. Das ist Nachhaltigkeit im Wortsinn, im Dienst unserer Kultur.“
  • Nebesys a.s. für die Integration von transparenten Dachsystemen: „NEBESYS macht historische Dächer zukunftsfähig: Es bewahrt ihr vertrautes Erscheinungsbild und bringt zugleich Licht, Ausblick und neue Nutzungsmöglichkeiten in den Bestand.“
  • RIEGL International GmbH: „‚St. Stephan digital‘ ist ein umfassendes 3D-Modell des Stephansdomes mit Verknüpfung zu Detailmodellen, Datenbanken und Informationssystemen sowie zur Kartierung von Schäden und Restaurierungsmaßnahmen.“
  • SCHOTT AG: „Unsere in traditioneller Fertigungstechnik gezogenen Restaurierungsgläser ermöglichen in der Denkmalpflege zeitgemäße Glasaufbauten mit Wärme-, Sonnen- und Vandalismusschutz.“
  • Ukraine Art Aid Center e. V.: „Kulturerbe im Krieg zu schützen bedeutet, nicht nachzulassen. Das Ukraine Art Aid Center verbindet kontinuierliches Engagement mit konkreter Hilfe, damit ukrainisches Kulturerbe bewahrt werden kann.“
  • Verein Schwarzes Kleeblatt e. V.: „Steine allein bewahren keine Geschichte – es sind die Menschen, die sie lieben, die sie zum Leben erwecken.“
  • Vogtlandpioniere: „SchülerHandwerk 3.0 vermittelt innovativ Spaß und Wissen zur Denkmalpflege. Im Projekt der Vogtlandpioniere arbeiten Experten und Laien begeistert auf Augenhöhe für das Baukulturerbe zusammen

Ansprechpartner

Mark Gärtner
Pressesprecher
Zurück zu allen Meldungen