Unsichtbares sichtbar machen: GIS-gestütztes Landschaftsscreening als Instrument nachhaltiger Trassenplanung im Vorfeld linearer Infrastrukturprojekte.

09:40 - 10:10 Uhr Sa. 07. Nov.

Kurzbeschreibung

Am Beispiel des SuedOstLink zeigt der Beitrag, wie GIS-gestützte Analysen und archäologische Prospektionen frühzeitig Konfliktzonen identifizieren und dadurch Denkmalschutz, Bauplanung und einen nachhaltigen Trassenverlauf miteinander verbinden können.

Beschreibung

Durch den Bau linearer Großprojekte werden meist eine Vielzahl archäologischer Bodendenkmäler und Fundstellen durch den Trassenverlauf tangiert. Die langjährige praktische Erfahrung in der geoarchäologischen und archäologischen Begleitung solcher Großprojekte zeigt, dass vor allem die unbekannten Bodendenkmäler und Fundstellen einen hohen Prozentsatz einnehmen und dadurch die Durchgängigkeit im Bauablauf behindert werden kann. Um im Vorfeld eines der bisher größten linearen Infrastrukturprojektes durch Deutschland – dem SuedOstLink (SOL) - die Belange des Denkmalschutzes umfassend zu berücksichtigen, ist für den bayerischen Abschnitt in enger Abstimmung mit dem Vorhabenträger (TenneT TSO GmbH), dem Bayerischen Landesamt für Bodendenkmalpflege (BLfD) und der Fachkoordination Denkmalschutz ein Methodenkonzept entwickelt worden, in dem durch eine fachübergreifende Desktop-Analyse eine Datenrecherche der historisch-geographischen, naturräumlichen, geoarchäologischen und archäologischen Grundlagen im Trassenverlauf durchgeführt wurde. Anhand dieser GIS-gestützten Grundlagenerfassung konnten weitere nicht-invasive und invasive Prospektionen geplant werden, um einen optimalen Verlauf der Trasse zum Schutz der archäologischen Fundstellen zu entwickeln. Als zentrales Ergebnis der umfassenden Analysen und Prospektionen können archäologische Konfliktzonen im Trassenverlauf ausgewiesen und somit im Vorfeld der eigentlichen Baumaßnahme bauvorgreifende und baubegleitende archäologische Arbeiten flächenscharf geplant und durchgeführt werden, um das kulturelle Erbe zu schützen und einen nachhaltigen Trassenbau durchzuführen.

Referentin

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

CCL, Seminarraum 6/7, Ebene +2

Hauptprogramm

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09:00 - 16:00 Uhr SA. 07. NOVEMBER
Nachhaltigkeit in der Archäologie

Verantwortung für Daten, Funde und Wissen

Archäologische Arbeit ist irreversibel. Nachhaltigkeit bedeutet daher vorallem die langfristige Sicherung, Nutzbarkeit und Sichtbarkeit von Funden, Daten und Forschungsergebnissen. Angesichts stetig wachsender Fund- und Datenmengen stellen sich zentrale Fragen nach Bewertung, Priorisierung, Auswertung und gesellschaftlicher Vermittlungarchäologischer Ergebnisse. Die Jahrestagung bietet ein Forum für den fachlichen Austausch zwischen Denkmalpflege, Forschung, Grabungspraxis, Museen, Daten-infrastrukturen und Öffentlichkeit.

CCL, Seminarraum 6/7, Ebene +2

Aussteller