The deep end of the FAIR principles, making documentation from archaeological excavations in Sweden interoperable and reusable through Swedigarch

12:30 - 13:00 Uhr Sa. 07. Nov.

Kurzbeschreibung

Der Beitrag stellt die schwedische Forschungsinfrastruktur Swedigarch und die Entwicklung standardisierter, FAIRer archäologischer Datenstrukturen vor. Am Beispiel der Ostlänken-Ausgrabungen werden offene Formate, kontrollierte Vokabulare und dauerhafte Identifikatoren erprobt, um Daten langfristig auffindbar, zugänglich, interoperabel und nachnutzbar zu machen. Zugleich werden bisherige Lösungen und verbleibende Herausforderungen diskutiert.

Beschreibung

Die schwedische nationale Forschungsinfrastruktur für digitale Archäologie, Swedigarch, ist eine föderierte Infrastruktur, die Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammenführt, darunter Umweltdaten, Funddaten, 3D-Modelle und GIS-Daten. Die GIS-Daten werden in der AGES-Datenbank verwaltet, in der bestehende Daten aus archäologischen Ausgrabungen in offenen Formaten auffindbar und zugänglich gemacht werden.

Damit diese Informationen tatsächlich interoperabel und nachnutzbar sind, wäre es von großem Vorteil, die Daten bereits bei ihrer Entstehung im Rahmen der Feldarbeit zu standardisieren. Dazu gehören die Verwendung offener Formate, festgelegter Datenstrukturen, kontrollierter Vokabulare und dauerhaft auflösbarer Identifikatoren. Im Rahmen mehrerer Projekte haben wir mit der Entwicklung solcher Standards begonnen, mit dem Ziel, die Daten nach den FAIR-Prinzipien aufzubereiten, ohne dabei die archäologischen Arbeitsabläufe und Interpretationen im Feld zu beeinträchtigen.

Diese Prinzipien werden nun praktisch erprobt, indem sie im Rahmen der archäologischen Untersuchungen für die Ostlänken-Eisenbahnstrecke, dem bislang größten archäologischen Projekt Schwedens, weiterentwickelt und angewendet werden. Eine formale Anforderung dieser Ausgrabungen ist, dass die dabei entstehenden Daten nach Abschluss der Untersuchungen zugänglich gemacht werden. Dies ist zwar seit Langem vorgeschrieben, wurde in der Praxis bislang jedoch nur selten umgesetzt.

Ich werde vorstellen, wie wir diese Arbeit in Schweden angegangen sind, welche Fortschritte bislang erzielt wurden, welche Lösungen sich bewährt haben und welche Herausforderungen noch zu bewältigen sind. Dabei besteht die Hoffnung, dass sich verschiedene Aspekte unserer Arbeit auch auf andere archäologische Kontexte übertragen lassen.

Referent

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

CCL, Seminarraum 6/7, Ebene +2

Hauptprogramm

Dieser Programmpunkt ist Teil des folgenden Hauptprogrammpunkts. Gehe auf Details um alle zugehörigen Unterprogrammpunkte zu sehen.

09:00 - 16:00 Uhr SA. 07. NOVEMBER
Nachhaltigkeit in der Archäologie

Verantwortung für Daten, Funde und Wissen

Archäologische Arbeit ist irreversibel. Nachhaltigkeit bedeutet daher vorallem die langfristige Sicherung, Nutzbarkeit und Sichtbarkeit von Funden, Daten und Forschungsergebnissen. Angesichts stetig wachsender Fund- und Datenmengen stellen sich zentrale Fragen nach Bewertung, Priorisierung, Auswertung und gesellschaftlicher Vermittlungarchäologischer Ergebnisse. Die Jahrestagung bietet ein Forum für den fachlichen Austausch zwischen Denkmalpflege, Forschung, Grabungspraxis, Museen, Daten-infrastrukturen und Öffentlichkeit.

CCL, Seminarraum 6/7, Ebene +2

Aussteller