Dr.-Ing. Dipl.-Theol. Michael Plitzner

Vita

Berufliche Erfahrung: 2025 Institutsleiter, Europäisches Kompetenzzentrum für Glocken ECC-ProBell 2009 Geschäftsführer, Europäisches Kompetenzzentrum für Glocken ECC-ProBell Ausbildung: 2015 Promotion (Dr.-Ing.), Gießereitechnik – TU Bergakademie Freiberg 2005 Diplom (Dipl.-Ing. (FH)) Maschinenbau – Hochschule Kempten 2001 Diplom (Dipl.-Theol.) Katholische Theologie – Universität Erfurt

Kontakt

Europäisches Kompetenzzentrum für Glocken ECC-ProBell

Institutsleiter

Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten
Europäisches Kompetenzzentrum für Glocken ECC-ProBell
Bahnhofstr. 61
87435 Kempten

Programmpunkte

14:00 - 15:00 Uhr DO. 05. NOVEMBER
Die Glocke – ein hochbeanspruchtes Musikinstrument

Das Läuten von Glocken verursacht mechanische Belastungen und Ermüdungsrisse, was jährliche Reparaturen erfordert, wobei oft historische Inschriften verloren gehen. Die Hauptursache für Risse ist Materialermüdung durch Anschläge und Zugbeanspruchung. Zur Verlängerung der Lebensdauer müssen die Belastungen durch optimierte Läutebedingungen reduziert werden. Das Europäische Kompetenzzentrum für Glocken ECC-ProBell forscht seit über 20 Jahren zur Vermeidung solcher Schäden und hat Verfahren zur Bestimmung des Ermüdungsrisikos entwickelt, die eine gezielte Optimierung der Läutebedingungen ermöglichen.

CCL, Vortragsraum 9, Ebene +2
14:00 - 15:00 Uhr FR. 06. NOVEMBER
Der musikalische Fingerabdruck von Glocken – Werkzeug zur Digitalisierung von Glocken und zur Schadensfrüherkennung

Glocken sind beim Läuten hohen mechanischen Belastungen ausgesetzt, die zu Ermüdungsrissen führen können. Traditionelle Prüfmethoden erkennen Schäden oft spät, während der Klang bereits betroffen ist. Eine neue Methode, der musikalische Fingerabdruck, nutzt Tonaufnahmen zur frühzeitigen Identifikation von Rissen durch Analyse der Eigenfrequenzen und des Modensplittings. Sie erkennt Gussfehler und ermöglicht eine umfassende Dokumentation der Glocken als Kulturgüter, während detaillierte Klanganalyse-Daten für zukünftige Überprüfungen gespeichert werden, um Klangveränderungen und deren Ursachen zu erkennen.

CCL, Vortragsraum 9, Ebene +2