27.10.2026 denkmal

Datenbrille statt Papierplan: DENK(M)AreaL zeigt Innovationen für die Denkmalpflege

Auf der denkmal 2026 in Leipzig zeigt das DENK(M)AreaL, wie Forschung, Planung und Handwerk gemeinsam an praxistauglichen Lösungen für den Bestand arbeiten. Ziel des Kooperationsprojektes ist es, Innovationen für die gesamte Branche zu skalieren und nicht beim einzelnen Unternehmen zu belassen. Initiiert von Prof. Dr.-Ing. Alexander Stahr von der HTWK Leipzig – promovierter Bauingenieur und Inhaber des Lehrstuhls für Tragwerkslehre - vereint das als „Denkmareal“ ausgesprochene Kooperationsprojekt aktuell 13 Unternehmen und fünf Wissenschaftseinrichtungen.

Wie gelangen neue Technologien und Forschungsergebnisse dorthin, wo sie in der Denkmalpflege gebraucht werden, also auf die Baustelle und in die Werkstatt? Mit dem DENK(M)AreaL schafft die denkmal vom 5. bis 7. November 2026 in Leipzig einen Ort, an dem diese Frage beantwortet werden soll. Initiiert wurde das Projekt von Prof. Dr.-Ing. Alexander Stahr von der HTWK Leipzig. Die Fläche bringt Akteurinnen und Akteure aus Handwerk und Planung, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen, um Lösungen vorzustellen, die praktisch anwendbar sind.

Innovationen gemeinsam in die Praxis überführen

Dabei soll die Anwendbarkeit nicht bei einem einzelnen Projekt oder Unternehmen enden. Ziel ist es, Innovationen so weiterzuentwickeln, dass sie für größere Teile der Branche nutzbar werden. „Unsere Mission ist es, eine Brücke zu bauen. Die Baustoffe, aus denen diese besteht, heißen Kommunikation, Verständnis, Neugier und Respekt“, sagt Stahr. Gerade im differenzierten Bauprozess, in dem viele Beteiligte mit unterschiedlichen Perspektiven zusammenarbeiten, werde häufig viel Energie und Zeit für die Projektorganisation verwendet. Das sind die Ressourcen, die dann fehlen, um neue Innovationen zu durchdenken. Und genau das verzögert laut Stahr den Zeitpunkt, zu dem sie sich auf dem Markt durchsetzen.

Planungskonzepte direkt am Bauteil

Ein Beispiel für diesen Ansatz ist das Forschungsprojekt ARsist. Die HTWK Leipzig und die Bennert GmbH aus Klettbach entwickeln dabei gemeinsam eine Methode, Augmented-Reality-Technologie für den Einsatz mit einer Datenbrille nutzbar zu machen.

Mithilfe dieser Datenbrille sollen denkmalgeschützte Konstruktionen digital erfasst sowie Sanierungs- und Planungskonzepte direkt am Bauteil dargestellt werden können. Planungsinformationen sind damit künftig genau dort verfügbar, wo sie benötigt werden. In der Praxis werden Arbeitsschritte so besser abgestimmt und Informationen je nach Kontext dargestellt werden. Papierpläne auf der Baustelle? Sind damit überflüssig.

Wie das DENK(M)AreaL aussehen wird

Das DENK(M)AreaL umfasst in der Messehalle ein präzise gefasstes Rechteck mit mehr als 1.000 Quadratmetern Fläche. Die Ausstellungsstände gruppieren sich um einen zentralen, kreisrunden „Markt“, der an allen Messetagen mit einem vielfältigen Programm bespielt wird. Vier großformatige, illuminierte Bogenkonstruktionen markieren die Hauptzugänge zur Area.

Eröffnung des DENK(M)AreaLs

Donnerstag, 05. November 2026

11.30 Uhr

Halle 2, L15

Mit Prof. Dr. Ing. Alexander Stahr (HTWK Leipzig), Andreas Bugiel (Geschäftsführer Bennert GmbH), Constantin Strobel (Projektdirektor denkmal)

Ansprechpartner

Mark Gärtner
Pressesprecher
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