Der deutsch- und englischsprachige Workshop bietet eine kompakte, praxisorientierte Einführung in HBIM aus der Perspektive der Denkmalpflege und der historischen Bauforschung. Anhand des aktuellen HBIM-Projekts zur Synagoge in Worms diskutieren die Teilnehmer, welche speziellen Herausforderungen und Chancen bei der Anwendung in der Denkmalpflege bestehen und inwiefern HBIM im Vergleich zu herkömmlichen Dokumentations- und Planungsmethoden einen Mehrwert bieten kann.
Das Programm befasst sich mit zentralen Fragen zu Vermessungsmethoden, geometrischer Genauigkeit und Modellierungsaufwand sowie zur Struktur, Integration von Informationen und Kommunikation zum Kulturdenkmal. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Entscheidung, welche Informationen in das 3D-Modell gehören, welche als strukturierte Daten verwaltet werden sollten und welche Dokumentationsinhalte außerhalb des Modells verbleiben können.
Der abschließende Teil findet in Form eines offenen HBIM-Workshops statt, in dem direkt demonstriert wird, wie Punktwolkendaten, ein IFC-basiertes HBIM-Modell und zugehörige Informationen in der Praxis genutzt und weiterentwickelt werden können. Während der gesamten Veranstaltung werden durch Diskussionen und den Austausch mit den Teilnehmern die vorgestellten Methoden mit den praktischen Anforderungen aus der Denkmalpflege und der Bauforschung verknüpft.
Programm
10:00 – 10:40 HBIM KOMPAKT: Was ist HBIM und welchen Mehrwert habe ich davon?
- HBIM aus Sicht der Denkmalpflege
- Kurze Einführung in das Forschungsprojekt
- Struktur, Rollen und Kommunikation in HBIM-Projekten
- Diskussions- und Fragerunde
10:45 – 11:25 HBIM - Geometrie: Wieviel Genauigkeit und Substanz braucht das 3D-Denkmal?
- Präsentation des HBIM-Modells der Synagoge Worms
- Bauwerkserfassung und Modellierung vor dem Hintergrund der Genauigkeitsanforderung und des Aufwands
- Diskussions- und Fragerunde
11:30 – 12:10 HBIM - Daten und Kommunikation
- Datenimplementierung in HBIM
- Fachliche Belange der Denkmalpflege und der Historischen Bauforschung
- Technische und praktische Umsetzung
- Kommunikation über das Modell – digitale Vernetzung
- Diskussions- und Fragerunde
12:15 – 13:00 HBIM-Werkstatt: Arbeit am offenen Herzen
- Live-Vorführung: Schauen Sie zu, wie ein HBIM-Modell entsteht: Von der Punktwolke zu Modell und Datenstruktur
- Diskutieren Sie mit uns über Praktikabilität und Arbeitsprozesse und bringen Sie Ihre Erfahrungen und Ideen ein
- Ausblick zum Thema HBIM und dem Abschluss des Forschungsprojektes in 2027
Das Forschungsprojekt:
„Heritage Building Information Modeling (HBIM) als Dokumentations-, Planungs- und Monitoringmethode zur Behebung von schädlichen Umwelteinflüssen am Beispiel des UNESCO-Weltkulturerbes Synagoge Worms“ gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).
https://www.dbu.de/projektdatenbank/39938-01/
. Ein Forschungsprojekt des Architekturinstituts der Hochschule Mainz in Zusammenarbeit mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Direktion Landesdenkmalpflege und Welterbesekretariat), der Stadt Worms sowie Fachbüros für Denkmalpflege.